Orange Wine eignet sich hervorragend als Thema für ein Maturaprojekt!
Jessica Dhaliwal und Anna Vacha (5HTB) beschäftigen sich in ihrer Diplomarbeit (Schwerpunktgegenstand Marketing-Management im Tourismus) mit der „vierten Weinfarbe“: Orange. Um die Akzeptanz dieser speziellen Weine bei einer unvoreingenommen Zielgruppe abzutesten, führten sie am 17. 12. im Weinkeller der Bergheidengasse eine kommentierte Weinverkostung durch.
Das Projekt Orange Wine
Die kleine Testgruppe bestand aus Mitschüler*innen, die nicht nur 1G+ erfüllen mussten, sondern auch die Jungsommelier-Ausbildung haben. Die Weinspezialitäten wurden von den bekannten Winzern Jurtschitsch, Fred Loimer, Heinrich und Fritz Salomon großzügig zur Verfügung gestellt.
Am Beginn erfolgte eine Einführung in die Geschichte und Herstellung von Orange Wine. Außerdem wurden die einzelnen Weingüter und ihre Philosophie kurz präsentiert. Dann begann das Experiment: Die neun Weine wurden von den Testpersonen fachgerecht verkostet und bewertet. Erst nachdem die eigenen sensorischen Eindrücke zu Papier gebracht worden waren, wurde das Geheimnis gelüftet und die Beschreibung des jeweiligen Winzers vorgestellt. Und es zeigte sich wieder einmal, dass man bei der Jungsommelier-Ausbildung einiges lernt. Die feinen Nasen und geschulten Gaumen schmeckten viele Nuancen wie z.B. Litschi, Barbecue oder getrocknete Kräuter heraus.
Die verkosteten Weine
Belle Naturelle von Alwin und Stefanie Jurtschitsch
Graue Freyheit von Heike und Gernot Heinrich
Freier Loiser von Alwin und Stefanie Jurtschitsch
Ruländer mit Achtung! von Fred Loimer
Traminer mit Achtung! von Fred Loimer
Gemischter Satz mit Achtung! von Fred Loimer
Roter Traminer Freyheit von Alwin und Stefanie Heinrich
Oran von Fritz Salomon
Jessica beim Bereitstellen der Weine für die Verkostung
The Orange Wine Project – die Aufbereitung für die Diplomarbeit
Jessica und Anna ließen die Teilnehmer*innen zusätzlich noch einen Fragebogen ausfüllen, der auf die Vermarktungsmöglichkeiten von Orange Wine bei dieser Zielgruppe abzielt. Jetzt geht es an die Auswertung der Kostnotizen dieser Erhebung. Interviews mit Expert*innen (Winzer, Weinhändler, Sommeliers) zum Thema runden das Ergebnis ab, denn immerhin müssen Jessica und Anna dem Titel der Diplomarbeit gerecht werden: „Orange Wine – nachhaltiger Trend oder Nischenprodukt? Aktuelle und zukünftige Marketingstrategien in Österreich“.
Diplomarbeiten an einer BHS
Schüler*innen von berufsbildenden höheren Schulen schreiben statt einer VWA (vorwissenschaftliche Arbeit in der AHS) eine „Diplomarbeit“. Diese Arbeiten sind prinzipiell Teamarbeiten – mit entsprechend größerem Umfang und Projektmanagement-Elementen. Sie müssen ein berufsbezogenes Projekt bzw. eine berufsbezogene Thematik zum Schwerpunkt haben. Jedes Teammitglied bekommt eine individuelle Themenstellung im Rahmen des großen Themas und wird auch individuell beurteilt. Die zielgerichtete und lösungsorientierte Teamarbeit, bei der jedes Teammitglied seine Leistung erbringen muss, soll auf die Berufswelt vorbereiten.
Jungsommelier-Ausbildung in der Bergheidengasse
Sowohl im Tourismus- als auch im Wirtschaftszweig wird die Jungsommelier-Ausbildung angeboten. Im Tourismuszweig gibt es einen eigenen Gegenstand „Ausbildung zum Jungsommelier“ (3.JG), im Wirtschaftszweig kann man die Ausbildung im Freigegenstand absolvieren. Wer möchte, kann auch mit einer externen Prüfung durch das WIFI das Jungsommelier-Zertifikat erwerben.
Das fachgerechte Verkosten von Weinen gehört zur JungsommelierausbildungDer Weinkeller der Bergheidengasse ist eine ideale Eventlocation
Creative Problem Solving gehört zu den zentralen 21st Century Skills. Mit ihrem Projekt „Fueling Seeds“ haben Marlene Rieder und Kathrin Maurer diese Kompetenz eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sie haben sich in einem fächerübergreifenden Projekt im Rahmen des Volkswirtschaftslehreunterrichts mit der Frage auseinandergesetzt, wie mit Hilfe von Naturwissenschaften das SDG 2 (Sustainable Development Goal) für nachhaltige Entwicklung Zero Hunger gelöst werden könnte. Im bundesweiten Wettbewerb haben Sie mit ihrem Projekt den 3. Platz erobert. Die Preise wurden von der Frauenministerin, der Wirtschaftsministerin und der Vizepräsidentin der Industriellenvereinigung überreicht. Wir gratulieren herzlichst!
In unserem neuen Schwerpunkt geht es darum Kreativität, Kommunikation, Kollaboration und digitale Kompetenzen fächerübergreifend einzusetzen. Genau das ist beim Projekt „Beethoven in Vienna“ passiert.
Unsere Schülerinnen und Schüler haben einen Rap komponiert und es wurde die Ode an die Freude eingespielt. Es wurden Beethovens Briefe auf Englisch aufgenommen, an Originalorten recherchiert und Beiträge verfasst. Auch die Websitegestaltung kam nicht zu kurz.
Wer sich auf der Website umschaut, findet viele überraschende Details über Beethoven und einige interaktive Tools: Man kann z.B. die Eroica in Gebärdensprache studieren und in einem Aristokraten-Memo herausfinden, ob „alternative Facts“ bereits zu Beethovens Lebenszeit eine Rolle gespielt haben. Auf alle Fälle sollte man sich zu den Originalschauplätzen aufmachen und dort die „möglicherweise schönste Musik, die jemals geschrieben wurde“ (W. Holzheu) genießen.
Er gehört zu den Gewinnern beim SAG’S MULTI-Wettbewerb 2021. Am 22. Juni fand die Preisverleihung im ORF Radiokulturhaus in Wien statt. Von den insgesamt 350 Teilnehmer*innen wurden 33 mit einem Preis ausgezeichnet. Die besondere Leistung von Mario Zurz (4HHD): Er hielt die zweisprachige Rede auf Deutsch und auf Russisch, obwohl das nicht seine Muttersprache ist.
Die Themen des Redewettbewerbs SAGS MULTI
SAG‘S MULTI ist ein besonderer Redewettbewerb bei dem Schüler*innen in ihrer Rede möglichst oft zwischen Deutsch und ihrer Muttersprache oder einer erlernten Fremdsprache wechseln sollen. Die Inhalte der Reden behandeln immer gesellschaftskritische Themen, die beim Wettbewerb vorgegeben werden. Heuer konnten die Teilnehmer*innen unter dem Leitgedanken „Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt“ unter folgenden Themen wählen:
Demokratie braucht auch meine Stimme
Hinschaun, aufstehn und handeln
Wir sind bunt – ja und?
Generation global – das sind wir
Aufeinander achten – es geht um unsere Zukunft
Insta, TikTok – wisch und weg?
Marios Rede zum Thema „Wir sind bunt – ja und?“
In seiner Rede unter dem Titel „Manchmal fühlen wir uns wie eure Handlanger“ behandelte Mario seine Erfahrungen als Gastarbeiterkind und thematisierte die Vielfalt Österreichs. Er war einer von wenigen Teilnehmer*innen des Wettbewerbs, die Deutsch nicht mit der eigenen Muttersprache, sondern mit einer zweiten erlernten Sprache kombinieren. Wer Mario kennt, weiß, dass er nicht nur ein Sprachtalent ist, sondern auch überzeugend argumentieren und begeistern kann.
„Egal ob Serbe, Türke oder Roma; im Herzen sind wir alle Menschen. Wir wissen alle, wie schwer der Weg unserer Ahnen war und wir wissen welche schweren Wege wir noch gehen müssen, um vollwertige Akzeptanz zu erreichen.“ Zitat aus Marios Rede, das bei der Verleihung vorgelesen wurde
Der Redewettbewerb SAG‘S MULTI in Coronazeiten
SAG’S MULTI soll jungen Menschen die Möglichkeit geben ihre Gedanken und Überlegungen zu Mehrsprachigkeit und Internationalität vor Publikum zu präsentieren. Der Wettbewerb, dessen Durchführung seit 2020 vom ORF übernommen wird, konnte heuer pandemiebedingt in den Vorrunden nur online stattfinden. Aber immerhin das Finale ging in Innsbruck, Graz, Sankt Pölten und Wien live über die Bühne.
„Ihr habt mich nicht nur inhaltlich und sprachlich begeistert, sondern auch damit wie ihr euch mit den Themen auseinandergesetzt habt. Man konnte so viel Reflexionsfähigkeit, Herzblut, Anstrengung und Mut in euren Reden spüren. Ihr könnt richtig stolz auf euch sein.“ Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei der Verleihung
„Genau dieses Herzblut und diesen Mut spürte man in Marios Rede!“ Viktoria Kuzmits, Russischlehrerin von Mario.
Der Europatag wird von allen Mitgliedsstaaten im Mai gefeiert. In Österreich fand im Rahmen des Europatages von 2. bis 9. Mai 2021 die Europawoche statt. Zum Auftakt der Debatte über die Zukunft Europas diskutierte unter anderem Estelle Lath mit unserem Bundespräsident Van der Bellen.
Rede von Bundespräsident Alexander Van der Bellen zum Europatag und Diskussion mit Jugendlichen zur Zukunft Europas unter Moderation, umrahmt von musikalischen Beiträgen.
Ort: MQ Libelle
Livestream / Übertragung im TV (tbc)
Via Livestream wurden dem Gespräch zahlreiche Jugendliche
zugeschaltet. Dabei wurden die Wünsche und Vorstellungen der Jugendlichen für
die Zukunft Europas thematisiert.
Wir wünschen viel Freude beim Schmökern und gratulieren Estelle zu dieser tollen Erfahrung!
Fotos: Vertretung der EU-Kommission in Österreich/APA-Fotoservice/Schedl
Mit seiner Rede beeindruckte Mario Zurz beim Wettbewerb „SAG‘S MULTI“. Mitte Mai 2021 nimmt er an der Finalrunde in Wien teil.
Sprachbegabtes Multitalent
Mario Zurz (4HHD) hat viele Talente. Seine Begabung für Sprachen zählt auch dazu. Beim Redewettbewerb „SAG‘S MULTI“ konnte er das bereits in der Hauptrunde eindrucksvoll unter Beweis stellen. In seiner Rede „Ich traf glückliche Menschen“ sprach er über die Lage der Volksgruppe der Roma und Sinti und konnte dabei auch seine eigenen Erfahrungen einbringen. Er ist der einzige Finalteilnehmer für Russisch, der diese Sprache erst an der Schule erlernt hat, denn Russisch ist nicht Marios Muttersprache.
Mit seiner Rede überzeugte Mario die Organisatoren so sehr, dass er gemeinsam mit zwei anderen Teilnehmerinnen des Wettbewerbs in der ORF-Sendung Thema (22.3. 2021) porträtiert wurde und zu seinen Erfahrungen als Rom und mit Mehrsprachigkeit interviewt wurde. Dabei konnte er auch sein eigenes Start Up „Sapphire Events“, das er 2020 gegründet hat, vorstellen.
ORF organisiert SAG’S MULTI
SAG’S MULTI ist ein sehr erfolgreicher Redewettbewerb, der vom ORF organisiert wird. Dabei sollen Schüler*innen über ein gesellschaftskritisches Thema sowohl in Deutsch als auch in einer anderen erlernten Fremdsprache oder in ihrer Muttersprache reden. Das Besondere dabei ist, dass die Schüler*innen während der Rede möglichst oft die Sprache wechseln sollen, um ihre Mehrsprachigkeit unter Beweis zu stellen. Auch dieser Wettbewerb musste aufgrund von Corona auf Video-Beiträge der Kandidat*innen umstellen. Ob die Finalrunde Mitte Mai live stattfinden wird, ist noch unsicher.
„Wir sind die Generation, die etwas ändern muss. Es liegt an uns, alten Mustern in jeglicher Hinsicht, wie es der Rassismus ist, den Kampf anzusagen! Мы новое поколение!“ Mario Zurz
Russisch in der Bergheidengasse
Russisch wird in der Bergheidengasse schon seit einigen Jahren als zweite lebende Fremdsprache im Tourismusschwerpunkt Hotel- und Gastronomiemanagement angeboten. Derzeit ist die Bergheidengasse die einzige humanberufliche höhere Schule in Wien, in der Schüler*innen Russisch als zweite lebende Fremdsprache wählen können. Für Rückfragen steht Viktoria Kuzmits, die auch Mario Zurz in Russisch unterrichtet, gerne zur Verfügung: